Vorsorge

Ist Darmkres häufig?

Ja, er zählt zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland, ca 70.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu. 30.000 Patienten sterben daran Mit zunehemenden Alter wird die Gefahr an dem Krebs zu erkranken immer häufiger, daher ist die Vorsorge ab dem 55. Lebensjahr sehr wichtig.

 

Welche Symptome können auftreten?
Anale Blutungen, Schleimabgänge, langsam zunehemnde Darmentleerungsprobleme, der Wechsel von festem und flüssigen Stuhlgang. Allerdings sind alle genannten Symptome wenig spezifisch und können auch von harmlosen Erkrankungen kommen. Es gibt keine Frühsymptome! Daher ist die Vorsorgeuntersuchung sehr wichtig.

Was gehört zu einer Vorsorgeuntersuchung?
Klärung der familiären Belastung, rektal-digitale Austastung und Test auf nicht sichtbares Blut – manchmal verläuft der Dickdarmkrebs völlig ohne Symptome ! Bei positivem Stuhltest (ein positiver Test reicht schon) oder Beschwerden muss eine Koloskopie erfolgen.


Darmkrebsvorsorge- ab wann?
Ab dem 50. Lebensjahr jährlich ein Papierstreifentest. Ab 55. Lebensjahr zahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine Koloskopie, alternativ können Stuhltests in Anspruch genommen werden, sie sind allerdings nicht so effektiv wie ein Darmspiegelung.


Wie gut ist die Testung auf sichtbares Blut?
Der Stuhltest hat  eine Empfindlichkeit von etwa 50 %. Der Test ist kein Krebstest, auch andere Darmerkrankungen  können ihn beeinflussen. Ein postives Testergebnis bedeutet keinesfalls, dass Krebs vorliegt, erst die Darmspiegelung kann dies klären.

Positiver Stuhltest - was dann?
Ein positives Testergebnis erfordert zwingend die Durchführung einer Darmspiegelung.

Können Hämorrhoiden oder Divertikel zu Darmkrebs führen?
Nein

Ist Darmkrebs vererbbar?
Ja. besonders gefährdet sind Menschen, deren Eltern in jungen Jahren an Darmkrebs erkrankten, insbesondere dann, wenn weitere Angehörige einer Linie betroffen sind, siehe auch http://www.darmkrebs.de/ueberblick/risiko-fuer-darmkrebs/familiaeres-risiko/familiaer-gehaeufter-darmkrebs/ und http://www.krebsrisikotest.de/  . Sind nur Großeltern betroffen oder Eltern in hohem Alter daran erkrankt liegt nur eine sehr geringe Steigerung des persönlichen Risikos vor.

Werden bei einer Darmspiegelung Proben entnommen?
Bei unauffälliger Koloskopie werden keine Biopsien entnommen. Sollten Polypen vorhanden sein, werden diese abgetragen und histologisch untersucht.


Besteht bei einer Biopsie die Gefahr der Verbreitung des Tumors?
Nein

Wie ist der Erfolg einer Krebsbehandlung einzuschätzen?
Im Frühstadium fast 100%, dann immer geringer.



Wie erfolgt eine Darmspiegelung?
Zuerst muß durch die Einnahme geeingneter Mittel der Darm gereinigt werden, dies erfolgt in der eigenen Wohnung. Die Untersuchung erfolgt in liegender Position vom After her. Flexible Untersuchungsinstrumente und geeignete Beruhigungsmaßnahmen ermöglichen es, dass man von der Untersuchung kaum etwas spürt. Die Untersuchung dauert etwa 15-25 Minuten, bei Polypenentfernung etwas länger.

Spielt die Ernährung bei der Krebsentstehung eine Rolle?

Vermutlich ist eine fleischreiche (rotes Fleisch) und faserarme Kost mit einem erhöhten Dickdarmkrebsrisiko verbunden. Rauchen erhöht ebenfalls das Krebsrisiko.