Mariske

Was sind Marisken?

Marisken sind harmlose Hautläppchen, die sich bei vielen Menschen bei Frauen schon ab 20 Jahren, bei Männern ab 40 Jahren, am äußeren Analrand entwickeln. Sie können einzeln, aber auch zu mehreren auftreten und gelegentlich kranzförmig angeordnet sein. Meistens sind sie von weicher Beschaffenheit; sie können sich durchaus aber auch zu derben Knoten verändern. Unter Umständen werden sie linsen- bis kastaniengroß. Marisken sind keine Hämorrhoiden!

Was sind die Ursachen?

Die Ursache von Marisken ist meist nicht bekannt.  Manchmal sind sie Folge proktologischer Erkrankungen (z.B. von Analfissuren, von Analfisteln oder eines Morbus Crohn) oder auch Folge operativer Eingriffe (z.B. von Hämorrhoidal- oder Thromboseoperation). Zwei Drittel aller Menschen bekommen im Laufe ihres Lebens Marisken.

Bei welchen Personen treten vermehrt Marisken auf?

Auffallend oft bilden sich Marisken während der Schwangerschaft und während bzw. nach der Entbindung.

Welche Beschwerden verursachen Marisken?

Marisken sind allenfalls ein kosmetisches oder hygienisches Problem und verursachen nur selten Beschwerden. Gelegentlich können sie sich entzünden; das kann zu Jucken, Brennen, Nässen sowie Schmierblutungen am Toilettenpapier oder in der Wäsche führen.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Marisken lassen sich bei der Untersuchung der äußeren Analregion diagnostizieren.

Müssen Marisken behandelt werden?

Nur selten ist eine Behandlung der Marisken erforderlich. Es empfiehlt sich allerdings eine sorgfältige, schonende Analhygiene, am besten mit klarem Wasser und anschließendem behutsamen Trocknen.

Therapie:

Eine Therapie ist normalerweise nicht erforderlich. Bei Beschwerden kann die kurzzeitige Anwendung von weicher Zinkpaste Linderung verschaffen. Bestehen die Beschwerden trotzdem weiter, sollte eine proktologische Untersuchung erfolgen. Nur selten müssen Marisken operativ entfernt werden.