Enddarmkrebs

Der Fachausdruck lautet Rektumkarzinom. In der Regel entwickelt sich das Karzinom über lange Zeit (über Jahre) aus einem Polypen. Männer und Frauen erkranken in etwa gleich häufig. Das Rektumkarzinom wird mit zunehmendem Alter häufiger, Menschen unter 40 Jahren sind nur sehr selten betroffen. Als Symptome finden sich anale Blutungen, Schleimabgänge und neu aufgetretener unregelmäßiger Stuhlgang. Allerdings zeigen sich viele dieser Symptome auch bei den viel häufiger vorkommenden Hämorrhoidalerkrankungen sowie der Enddarmentzündung und der Analfissur.

Die Diagnose erfolgt durch eine kleine Darmspiegelung (Rektoskopie) und eine Probenentnahme. Gerade in diesem Bereich ist eine Vorsorgeuntersuchung (Koloskopie ab 55 Jahre) wichtig, um die Vorstufen dieser Erkrankung (Polypen) frühzeitig zu entdecken.

Die Behandlung ist sehr unterschiedlich. Bei sehr kleinen Tumoren reicht möglicherweise eine örtlichen Operation. Bei größeren Tumoren erfolgt eine Mastdarmentfernung bei der, der Schließmuskel erhalten bleibt. Liegt der Tumor sehr nah am Schließmuskel, weniger als 2 cm, muss auch der Schließmuskel entfernt werden. In diesem Fall wird ein künstlicher Darmausgang im linken Unterbauch angelegt. Je nach Tumorstadium wird vor oder nach der Operation eine Bestrahlung und eventuell eine Chemotherapie durchgeführt.