Analabszess

in Abszess  entsteht kurzfristig und äußert sich durch eine  schmerzhafte und typischerweise zunehmende Schwellung in der Afterregion, Abgeschlagenheit und erhöhte Körpertemperatur können insbesondere bei größeren Abszessen hinzukommen. Die Therapie der Wahl besteht in der Eröffnung der Eiterhöhle und Schaffung eines großzügigen Abflusses. Damit wird ein rasches Abklingen der Beschwerden erreicht. Meist ist eine Operation in Allgemeinnarkose erforderlich, kleinere oberflächliche Abszesse können ambulant in örtlicher Betäubung eröffnet werden. Der Analabszess bedarf immer einer operativen Behandlung. Abschwellende Maßnahmen allein bzw. die Gabe von Antibiotika verschleppen den Heilverlauf und können zu ernsthaften Komplikationen führen. Während der Operation wird versucht, die Ursache des Abszess zu finden, häufig besteht eine Analfistel. Lässt sich diese nachweisen, wird ein Faden durch den Kanal gezogen und die diesem Abszess zugrunde liegende Analfistel markiert und drainiert (Fadendrainage). Dieser Faden, der den Patienten in der Regel nicht stört, verhindert eine erneute Abszessbildung und erleichtert das Identifizieren dieser Fistel bei der häufig notwendigen zweiten Operation. Dieser Zweiteingriff kann nach 6 Wochen erfolgen.